Achille Castiglioni

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Achille Castiglioni: Überraschendes italienisches Industriedesign mit großer Tradition

Der italienische Industriedesigner Achille Castiglioni (1918-2002) ist heute sicher der bekannteste der drei Castiglioni-Brüder. Alle ihre wegweisenden Designstücke schufen die drei Brüder – Livio, Pier Giacomo und Achille Castiglioni – allerdings zusammen in der gemeinsamen Firma, die im Jahre 1944 gegründet wurde. Achille Castiglioni – Jahrgang 1918 – hatte in diesem Jahr gerade sein Studium der Architektur am renommierten Mailänder Polytechnikum (Politecnico di Milano) erfolgreich abgeschlossen, wahrscheinlich der bekanntesten Talentschmiede für Architekten in ganz Italien. Schon kurze Zeit nach der Unternehmensgründung machte sich das Brüder-Trio mit einem äußerst sachlichen, modernen und schlichten Industriedesign-Stil einen Namen und wurde im Italien der Nachkriegsjahre schnell bekannt. Neben großer Sachlichkeit und Schlichtheit ist aber noch ein weiteres designerisches Element charakteristisch für die Arbeit von Achille Castiglioni, Livio Castiglioni und Pier Giacomo Castiglioni: Die Kombination von bestehenden Produkten auf sehr überraschende Art und Weise.

Das Achille Castiglioni-Markenzeichen: Alte Technik trifft neues Design

Besonders eindrücklich sieht man diesen ungewöhnlichen – und im Rückblick auch durchaus als revolutionär zu bezeichnenden – Designansatz vor allem bei zwei sehr bekannten Design-Objekten von Achille Castiglioni: „Toio“ und „Mezzadro“. Die erstgenannte – eine auch heute noch zeitlos und modern wirkende Stehlampe –

 

 

steht mittlerweile im Original im weltberühmten MOMA (Museum of Modern Art) in New York. „Toio“ besteht aus einem weitgehend im Originalzustand belassenen Autoscheinwerfer, der auf eine massive Stange aus Stahl appliziert wurde. Der Designer-Stuhl „Mezzadro“ verbindet einen Sitz aus einem Traktor mir einer frei schwingenden Stahlkonstruktion und sorgte bei seiner Präsentation auf einer Mailänder Design-Messe im Jahre 1957 für sehr großes Aufsehen.

Das Erfolgsgeheimnis von Achille Castiglioni: Sich selbst nicht zu ernst nehmen

Ohne „fremde“ Komponenten kommt hingegen die Lampe „Parentesi“ aus, die im Jahre 1971 von Achille Castiglioni gemeinsam mit einem Designer-Kollegen entworfen wurde. Diese Lampe wird nicht aufgestellt sondern zwischen Boden und Decke eingespannt und kann auf dem verwendeten Stahlseil sehr frei bewegt werden. Auch der Original-Entwurf der „Parentesi“ hat mittlerweile einen Ehrenplatz im MOMA gefunden und wurde darüber hinaus im Jahre 1979 mit dem wichtigsten italienischen Designpreis, dem „Compasso d’Oro“ prämiert. Achille Castiglioni selbst sprach Zeit seines Lebens häufig und gerne über sein Erfolgsgeheimnis: Er sah Design – und vor allem Industriedesign – nicht als ein Feld, dem man sich nur mit großem Ernst nähern sollte. Ganz im Gegenteil, Achille Castiglioni und seine Brüder propagierten und lebten stets einen vorurteilsfreien und sehr humorvollen Ansatz und nahmen sich auch längst nicht so ernst wie manch andere ihrer – ebenso berühmten – Designer-Kollegen.

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